Glück und Pech auf Messerschneide

  • Damen 1
  • 03.03.2024
  • Zoe Bischofberger
  • 274
 
Am vergangenen Wochenende spielten die Damen des UH – Appenzells die zweit und dritte Playoff – Halbfinalrunde gegen Lejon Zäziwil. Am Samstag konnten die Appenzellerinnen dank einer starken Teamleistung die Serie ausgleichen. Am Sonntag musste eine erneute Niederlage hingenommen werden.

Die Damen des UH Appenzells starteten motiviert ins Spiel. Es war jedoch das Team aus Zäziwil, welches nach bereits vier Spielminuten das erste Mal in Führung ging. Die Appenzellerinnen fanden ihren Weg ins Spiel und konnten bis zur ersten Drittelspause einige gefährliche Chancen erspielen, welche jedoch in keinem Tor resultierten.

Überzeugt, das Spiel auf Seite der Appenzellerinnen zu bringen, wurde das zweite Drittel begonnen. Durch das gewonnene Anspiel erzielten die Damen des UH Appenzells den Ausgleichstreffer durch Svenja Manser nach nur 23 Sekunden. Eine zwei Minutenstrafe gegen Lejon Zäziwil bot in der 27. Spielminute die Möglichkeit, die Führung zu übernehmen. Die Powerplay- Formation der Appenzellerinnen liess den Ball geduldig rollen und versuchte, die Lücke in der Verteidigung zu finden. In der 29. Spielminute konnte Melanie Born die Überzahlsituation ausnutzen und Appenzell 2:1 in Führung bringen. Kurz vor Ende des zweiten Drittels wurde eine erneute Zweiminutenstrafe, dieses Mal gegen Appenzell, ausgesprochen. Bis zur Pause konnte einen Ausgleichstreffer der Gegnerinnen verhindert werden. In der Pause war sich die Mannschaft einig. Dieses Spiel kann gewonnen werden, wenn als Team zusammengehalten und gekämpft wird.

Ins dritte Drittel starteten die Appenzellerinnen mit der noch laufenden Unterzahlsituation. Bereits nach 30 Sekunden holten sich die Gegnerinnen eine weitere Strafe wegen Stockschlag. Für die nächste halbe Minute wurde somit vier gegen vier gespielt. Die beiden Strafen liefen ohne weitere Tore ab. In der 44. Spielminute gelang es Lejon schlussendlich, wieder auf 2:2 auszugleichen.  Auf Seite der Appenzellerinnen passierten zu viele individuelle Fehler in der Defensive, welche Lejon Zäziwil sofort zum 2:3 ausnutzen konnten. Die Führung liessen sich die Appenzellerinen jedoch nicht so leicht wieder nehmen und konnten nur eine Minute später durch Svenja Manser wieder den Ausgleichstreffer erzielen. Die Stimmung in der Halle wurde immer lauter, was die Damen des UH Appenzells zusätzlich anspornte. Bis zum Ende der regulären Spielzeit konnte keines der beiden Teams den Führungstreffer erzielen und es ging mit dem Spielstand 4:4 in die kurze Pause vor der Verlängerung. Das Team unterstütze lautstark und es wurde jede gute Aktion gefeiert. Ein entscheidendes Tor konnte auf beiden Seiten bis zum Ende nicht erzielt werden. Die Stimmung in der Halle schien für das bevorstehende Penaltyschiessen zu explodieren. Die Damen des UH Appenzells behielten jedoch die Nerven und schliesslich waren Vivianne Manser und Livia Heller die Schützinnen, welche mit ihren getroffenen Penaltys, sowohl Marianne Meier mit ihren Paraden im Tor, die Partie für Appenzell entscheiden konnten.

UH Appenzell - UH Lejon Zäziwil 5:4 n.P. (0:1, 2:0, 2:3, 0:0)
Turnhalle Gringel, Appenzell. 198 Zuschauer. SR Burkard/Gisin.
Tore: 5. J. Zwahlen 0:1. 21. S. Manser (N. Fässler) 1:1. 30. M. Born (C. Sonderer) 2:1. 45. F. Siegrist (L. Mai) 2:2. 48. J. Zwahlen (A. Reber) 2:3. 49. S. Manser 3:3. 55. A. Reber (S. Duner) 3:4. 59. N. Fässler (M. Born) 4:4.
Penaltyschiessen: N. Fässler verschossen. A. Reber verschossen. L. Heller Treffer. 1:0. L. Mai Treffer.1:1. C. Sonderer verschossen. L. Schlatter Treffer. 1:2. V. Manser Treffer. 2:2. A. Ramseier verschossen. M. Born verschossen. S. Duner verschossen. V. Manser Treffer. 3:2. L. Schlatter verschossen.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UH Appenzell. 3mal 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil.

UH Appenzell: Zoe Bischofberger, Marianne Meier, Cindy Koller, Fabienne Inauen, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Tamara Kalt, Anja Sonderegger, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Viviane Manser, Laura Inauen, Larinja Speck, Chiara Sonderer, Jana Lauper, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Andy Ferro, Myriam Sonderer

Bemerkungen: Leonie Mai (Lejon Zäziwil) und Nicole Fässler (UH Appenzell) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 

Am Sonntag stand bereits das nächste Spiel gegen Lejon Zäziwil an. Die Emotionen vom Abend zuvor waren bei den Spielerinnen des UH Appenzells noch präsent. Mit dieser Stimmung versuchten die Dame ins Spiel zu starten. Die ersten Spielminuten waren umkämpft, wobei Lejon Zäziwil deutlich mehr in Ballbesitz war. In der 13. Spielminute schoss Lejon das 1:0. Bis zum Ende des ersten Drittels konnten die Appenzellerinnen weitere Chancen der Gegnerinnen verhindern.

In der Pause war allen klar, dass im ersten Drittel nicht brilliert werden konnte. Mit der Motivation, zeigen zu können, was das Team leisten kann, wurde ins zweite Drittel gestartet. Eine Minute reichte jedoch für Lejon auf 2:0 zu erhöhen. Die Appenzellerinnen kämpften weiter und schliesslich war es Svenja Manser, welche in der 23. Spielminute den Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Freude war jedoch von kurzer Dauer. Nur wenige Sekunden später konnte Lejon Zäziwil auf 3:1 erhöhen. Mit dem Tor zum 4:1 war klar, dass eine Veränderung auf Seiten der Appenzellerinnen gemacht werden muss. Mit einem Timeout wurde das weitere Vorgehen besprochen. Mit der veränderten Aufstellung konnten die Damen des UH Appenzells den Ball wieder in den eigenen Reihen laufen lassen und auch deutlich mehr Abschlüsse als im drittel bevor erzielen.

Auch in dieser Pause wurde die Entschlossenheit, das Spiel noch auf die eigene Seite zu lenken, nicht verloren. Bereits von Anfang an des dritten Drittels kämpften die Damen des UH Appenzells um jeden Ball und wurden von den Spielerinnen auf der Bank lautstark unterstützt. Ronja Graf belohnte die harte Arbeit schliesslich mit dem Tor zum 4:2. Die Damen des UH Appenzells konnten den Druck hoch halten und fanden ihren Weg zurück ins Spiel. In der 47. Spielminute schoss Chiara Sonderer auf Pass von Nicole Fässler das dritte Tor für den UH Appenzell. Das gegnerische Team nahm sich daraufhin ebenfalls ein Time-out. Jedoch blieb der Ballbesitz nun vermehrt auf Seiten der Appenzellerinnen. Den Kampfgeist der Mannschaft wurde durch den Ausgleichstreffer von Samira Eberle in der 50. Spielminute belohnt. Die Damen des UH Appenzells waren im Aufschwung und entschlossen, die Partie für sich zu entscheiden. Dieser wurde jedoch durch einen fragwürdigen Entscheid der Unterparteiischen brutal beendet. Gegen die Appenzellerinnen wurde ein Penalty ausgesprochen, welcher von den Damen Lejon Zäziwil verwertet werden konnte. Dieser Entscheid, sowie das damit verbundene Tor liess die Mannschaft des UH Appenzell einknicken. In den letzten paar Spielminuten konnte Lejon durch zwei weitere Tore auf 7:4 erhöhen. Die Appenzellerinnen versuchten mit sechs Spielerinnen wieder Anschluss zu finden, was jedoch nicht mehr gelang. Die Damen des UH Appenzells mussten sich nach einer hart erkämpften Aufholjagd geschlagen geben. Die Enttäuschung über die Niederlage ist gross.

Das vierte Spiel gegen Lejon Zäziwil findet nächsten Samstag, 09.03.24 um 17:00 Uhr im Gringel Appenzell statt. Damit die Appenzellerinnen weiter um den Einzug in den Final spielen können, muss ein Sieg her. Die Damen freuen sich über zahlreiche Fans und lautstarke Unterstützung!

UH Lejon Zäziwil - UH Appenzell 7:4 (1:0, 3:1, 3:3)
SLM Arena, Konolfingen. 141 Zuschauer. SR Camenzind/Wild.
Tore: 14. S. Briggen (U. Umaparan) 1:0. 22. F. Siegrist (L. Mai) 2:0. 23. S. Manser (N. Fässler) 2:1. 24. A. Reber (L. Schlatter) 3:1. 29. J. Zwahlen 4:1. 44. R. Graf (S. Eberle) 4:2. 48. C. Sonderer (N. Fässler) 4:3. 51. S. Eberle (R. Graf) 4:4. 54. L. Mai 5:4. 55. J. Zwahlen (S. Duner) 6:4. 57. J. Zwahlen (L. Schlatter) 7:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil. keine Strafen.

UH Appenzell: Charlotte Johnsrud, Marianne Meier, Melanie Born, Karin Fässler, Corinne Knellwolf, Tamara Kalt, Anja Sonderegger, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Vivianne Manser, Laura Inauen, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Chiara Sonderer, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Myriam Sonderer

Bemerkungen: Jana Zwahlen (Lejon Zäziwil) und Nicole Fässler (UH Appenzell) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.