Cup-Aus nach wildem Schlagabtausch in Weinfelden

  • Damen 2
  • 08.09.2026
  • Ramona Fässler
  • 360
 
Die Appenzellerinnen unterliegen emotion weinfelden im Ligacup-1/16-Final mit 12:11 n.V. Trotz zahlreicher Chancen in der Verlängerung wollte der entscheidende Treffer nicht fallen - damit endet die diesjährige Cup-Reise der Innerrhoderinnen.

Am Montagabend stand für die Damen 1. Liga KF der Ligacup-1/16-Final auf dem Programm. Auswärts trafen die Appenzellerinnen auf emotion weinfelden aus der 2. Liga KF. Die Thurgauerinnen waren für die Innerrhoderinnen keine Unbekannten: Bereits zu gemeinsamen Zweitligazeiten hatten die Mostinderinnen den Appenzellerinnen das Leben immer wieder schwer gemacht. Entsprechend war ein umkämpftes Duell zu erwarten.

 

Verschlafener Start

Die Appenzellerinnen fanden von Beginn weg nur äusserst schwer in die Partie. Nach gut fünf Minuten eröffneten die heimischen Thurgauerinnen das Skore zum 1:0. Gerade einmal sieben Sekunden später reagierten die Gäste mit dem Ausgleich. Doch Sicherheit brachte dieser Treffer keine. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 17 Sekunden zogen die Gastgeberinnen wenig später verdient auf 3:1 davon. Appenzell kämpfte sich zurück und verkürzte zunächst auf 3:2, ehe kurz vor der ersten Pause der Ausgleich zum 3:3 gelang. Trotz des äusserst durchzogenen Auftritts war damit resultatmässig wieder alles offen.

 

Mostinderinnen ziehen davon

Zu Beginn des zweiten Drittels gelang den Appenzellerinnen erstmals die Führung zum 4:3. Doch anstatt nun Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, häuften sich die Eigenfehler. Weinfelden nutzte diese konsequent und drehte die Partie mit drei Treffern in Folge auf 6:4. Kurz vor der zweiten Pause verkürzte das Gastteam immerhin noch auf 6:5. Das Zusammenspiel wollte an diesem Abend weiterhin nicht funktionieren. Zu viele Ungenauigkeiten, Abstimmungsprobleme und einfache Fehler prägten den Auftritt der Innerrhoderinnen.

 

Verrücktes Schlussdrittel

Was im dritten Drittel folgte, war nichts für schwache Nerven. Der UH Appenzell startete eine Aufholjagd und verwandelte den 5:6-Rückstand mit drei Treffern in eine 8:6-Führung. Doch die Thurgauerinnen schlugen zurück und glichen zum 8:8 aus. Danach legten die Appenzellerinnen erneut vor. Zwei weitere Treffer - einer davon als Eigentor der Gastgeberinnen - brachten das 8:10. Gut sieben Minuten vor Schluss schien Appenzell die Partie trotz des schwierigen Abends doch noch auf seine Seite zwingen zu können. Doch dann folgte der nächste Einbruch. Innerhalb von nur 56 Sekunden erzielte Weinfelden drei Tore und machte aus dem 8:10 ein 11:10. Appenzell nahm sein Timeout und war nun endgültig unter Zugzwang. Die Innerrhoderinnen gaben sich jedoch noch nicht geschlagen. 47 Sekunden vor Schluss gelang der Ausgleich zum 11:11 - Verlängerung!

 

Chancen en masse - aber das Tor wollte nicht fallen

In der Verlängerung waren die Innerrhoderinnen dann plötzlich wacher. Sie übernahmen das Spieldiktat und erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten für den entscheidenden Treffer. Doch so oft sie es auch versuchten: Der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Die Chancen waren da, die Effizienz fehlte. Nach 69:19 Minuten folgte die bittere Entscheidung auf der anderen Seite. Die Thurgauerinnen nutzten eine ihrer Möglichkeiten und trafen zum 12:11. Ein enttäuschendes Ende eines Spiels, in dem der UH Appenzell zwar Moral bewies, über weite Strecken aber nie zu seinem gewohnten Spiel fand. Zu viele Eigenfehler und ein mangelhaftes Zusammenspiel machten den Innerrhoderinnen das Leben selbst schwer. Auch die tropischen Temperaturen in der Halle schienen den Schlafmodus an diesem Montagabend eher zu fördern als zu vertreiben.😉

 

Spielertrainerin Nicole Fässler nach der Niederlage:
"Wir haben über weite Strecken der 60 Minuten nicht richtig ins Spiel gefunden und konnten nur vereinzelt Nadelstiche setzen. Gleichzeitig haben wir uns mit zu vielen Eigenfehlern das Leben selbst schwer gemacht. In der Verlängerung hatten wir dann genügend Chancen, das Spiel doch noch für uns zu entscheiden, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Das ist natürlich bitter. Jetzt heisst es, das Spiel abzuhaken, die Krone zu richten und beim nächsten Mal wieder zu zeigen, was wir eigentlich können."

Mit der 11:12-Niederlage nach Verlängerung endet die diesjährige Ligacup-Reise der Appenzellerinnen im 1/16-Final. Ein Spiel zum Abhaken - und hoffentlich der nötige Weckruf für die kommenden Aufgaben.

 

Für den UH Appenzell spielten:
Melanie Born, Sandra Brülisauer, Esther Diem, Nicole Fässler, Ramona Fässler, Lea Fuster (T), Sabrina Fuster, Daniela Lieberherr, Gabriela Lutz, Jasmin Manser, Nathalie Müller (T), Sabrina Schmid
betreut durch: Nicole Fässler, Ramona Fässler
abwesend: Andrea Fuhrmann, Sarah Fuster, Svenja Manser, Marianne Meier, Corina Mösli